Urologen wollen keine Schnörkel! – einige Erkenntnisse aus unserer aktuellen Befragung

Erkenntnisse aus unserer Urologenbefragung

Im ersten Halbjahr 2017, standen vier niedergelassene Facharztgruppen im Fokus unserer repräsentativen Befragungen1 zu deren aktuellen Mediennutzungsverhalten und zu deren Kanalpräfenzen. Das waren Kardiologen, Neurologen, Orthopäden und Urologen.

Letztere gelten als besonders kernig und direkt. Also keine Schnörkel, no nonsense! Etwas von diesem Eindruck drückt sich vielleicht auch in der starken Ablehnung dieser Facharztgruppe im niedergelassenen Bereich von Foldern und digitalen Unterlagen (z.B. iPAD) während des Außendienstbesuchs aus. Fast 60% finden das störend. Eine Minderheit von 15% hat aber nichts dagegen. Hier gilt offenbar „Sag’, was Du zu sagen hast!“ und das schnell und klar verständlich.

 

Apps sind kein Thema

In puncto App-Nutzung sind niedergelassene Urologen nicht sonderlich engagiert. Fast 70% nutzen diesen Kanal überhaupt nicht. Kommen Apps zum Einsatz, dann überwiegend solche zum Thema Leitlinien und zu uro-onkologischem Kontext, wie etwa die Nierenzellkarzinom-App (10%) von Novartis, die App des NCCN (National Comprehensive Cancer Network, 2,5%) oder Uropedia von Takeda (2,5%), einer Darstellung üblicher Chemotherapien in der Uro-Onkologie. Im Vergleich zu anderen von uns untersuchten Facharztgruppen, scheinen die niedergelassenen Urologen weniger zimperlich zu sein, was die Nutzung von Industrie-Angeboten angeht. Und das bringen sie auch deutlich zum Ausdruck. Auch hier kein Schnörkel, was passt, wird genutzt.

 

Uro-Favoriten: Janssen, Novartis und Pfizer

Bleiben wir kurz beim Thema Industrie. Spontan haben die niedergelassenen Urologen auf die Frage „Welches Pharmaunternehmen bietet Ihnen persönlich die besten bzw. passendsten Services?“ folgende Unternehmen genannt: Abbott, Astellas, Bayer, Ferring, Ipsen, Janssen, Novartis, Pfizer und Takeda. Dabei führen das Ranking Janssen (25%), Novartis (22,5%) und Pfizer (15%) an. Auf die Frage, was diese Unternehmen in ihrer Kommunikation besonders gut machten, wurden mit 57,5% die Fortbildungsangebote genannt, gefolgt von deren engagierten Mitarbeitern (z.B. schnelle Klärung von Fragen oder die Übernahme von Recherchen) mit 37,5%. Auf Platz drei kommen gute Produktinformationen, objektives Informationsmaterial und praxisrelevante Informationen mit 25%.

 

Niedergelassene Urologen überraschen bei Social Media-Nutzung

Immer wieder spannend ist das Thema „Social Media-Nutzung – beruflich und privat“. Während 62,5% der niedergelassenen Urologen Social Media privat nutzen, sind es „nur“ 45%, die das auch beruflich tun. Beides sind aber, verglichen mit vielen anderen von uns befragten, niedergelassenen Facharztgruppen erstaunlich hohe Werte. Zum Vergleich lediglich 16,7% der niedergelassenen Neurologen oder 17,5% der APIs nutzen diesen Kanal beruflich. Was konkret hinter der Attraktivität von Social Media für niedergelassene Urologen steckt, werden wir im Laufe des Jahres noch genauer untersuchen.

 

 

Wenn Sie mehr über unsere datenbasierte Methodik in der Healthcare Communication und die gewonnenen Erkenntnisse erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

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Rene Schuetz, Geschaeftsfuehrer Beratung m:werk

Über den Autor:

Rene Schütz verantwortet die Bereiche Beratung und Neugeschäft. Studium der Kommunikationswissenschaften und Indologie. Das Leben vor m:werk? Als Radiojournalist beim Saarländischen Rundfunk und bei Radio Bremen, später PR-Berater für Pharmaunternehmen.

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m:werk Healthcare Communication ist als Healthcare- und Pharma-PR-Agentur seit 2000 für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik und anderer Healthcare-relevanter Branchen tätig.

Fundament für Beratung und Maßnahmenentwicklung im Rahmen von Kommunikations- und PR-Konzepten ist die datenbasierte Methodik der empirischen Sozial- und Marktforschung. Sie wurde für kommunikative Fragestellungen in der Healthcare-PR, insbesondere des dort verorteten Marketings, adaptiert. Im Kern werden regelmäßig Facharzt- und Patientengruppen repräsentativ und detailliert über ihr aktuelles und vermutet künftiges Informations- und Kommunikationsverhalten befragt. So erhalten wir empirisch-gestützt eine aktuelle, valide, quantitative Daten-Grundlage für den zielgerichteten Budget-Einsatz und für eine präzise crossmediale Gewichtung im jeweiligen Facharzt- oder Patientensegment.

Weiter ergänzen wir diesen Daten-Pool durch qualitative Befragungen (Telefon und online) unter Meinungsbildnern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten der verschiedenen Facharztgruppen bzw. Patienten bestimmter Indikationsbereiche.