Zwei Welten in der Mediennutzung! – so verschieden ticken niedergelassene und Klinik-Kardiologen

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Die Kardiologen standen im letzten Jahr stark im Fokus unserer regelmäßigen repräsentativen Facharztgruppenbefragungen.1 Und zwar Niedergelassene und Kliniker. Der rückblickende Vergleich der Befragungsdaten von niedergelassen tätigen Kardiologen und Klinikern fördert dabei einige bemerkenswerte Unterschiede zutage, was deren Kanalpräferenz und Mediennutzungsverhalten betrifft. Unterschiede, die durchaus budgetrelevant sind für die Kommunikationsaktivitäten der Industrie. Hier einige unserer Ergebnisse:

Kliniker bei der beruflichen Social Media-Nutzung vorn

Inzwischen nutzen 43,3 % der klinischen Kardiologen Social Media-Kanäle beruflich. Dabei spielen die Job-relevanten Netzwerke wie XING oder LI (jeweils 16,7%) gewiss eine wichtige Rolle. Mit Blick auf Content ist YouTube aber der Spitzenreiter mit gemessenen 23,3% im letzten Jahr. Auf niedergelassener Seite nutzen inzwischen 22,5% beruflich Social Media-Kanäle, wobei sich facebook und YouTube mit jeweils 7,5% der Nennungen die Waage halten. XING und LI spielen hier eine eher nachgeordnete Rolle (5%/2,5%).

Niedergelassene: gedruckt, Kliniker: online

Im Ranking der beliebtesten Informationskanäle (von insgesamt 20, die zur Auswahl stehen) finden wir bei Klinikern und Niedergelassenen jeweils bereits auf Platz 3 die Fachzeitschriften. Nur wünschen die Niedergelassenen das Print-Exemplar, während ihre Klinik-Kollegen klar auf die Online-Variante setzen. Vielleicht ein Ausdruck des fortgeschrittenen Digitalisierungsgrades im klinischen Alltag?

Kardiologen auf zwei Planeten

Was die Wertschätzung von gesprächsbegleitenden Außendienst-Unterlagen (z.B. Folder, iPad etc.) angeht, leben niedergelassene und Klinik-Kardiologen auf zwei verschiedenen Planeten. So befürworten rund 50% der Kliniker ihren Einsatz und finden das sehr sinnvoll und gut, während das nur 7,5% ihrer niedergelassenen Kollegen ebenso sehen. Hier empfinden 52,5% den Einsatz von solchen Materialien als mehr oder weniger störend.

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Basis der Befragung ist eine Zufallsstichprobe innerhalb der Grundgesamtheit der jeweiligen Zielgruppe, welches die Repräsentativität der Befragung gewährleistet. Als Durchführungsmethode wurden telefonische Interviews gewählt.

 

Wenn Sie mehr über unsere datenbasierte Methodik in der Healthcare Communication und die gewonnenen Erkenntnisse erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

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Rene Schuetz, Geschaeftsfuehrer Beratung m:werk

Über den Autor:

Rene Schütz verantwortet die Bereiche Beratung und Neugeschäft. Studium der Kommunikationswissenschaften und Indologie. Das Leben vor m:werk? Als Radiojournalist beim Saarländischen Rundfunk und bei Radio Bremen, später PR-Berater für Pharmaunternehmen.

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m:werk Healthcare Communication ist als Healthcare- und Pharma-PR-Agentur seit 2000 für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik und anderer Healthcare-relevanter Branchen tätig.

Fundament für Beratung und Maßnahmenentwicklung im Rahmen von Kommunikations- und PR-Konzepten ist die datenbasierte Methodik der empirischen Sozial- und Marktforschung. Sie wurde für kommunikative Fragestellungen in der Healthcare-PR, insbesondere des dort verorteten Marketings, adaptiert. Im Kern werden regelmäßig Facharzt- und Patientengruppen repräsentativ und detailliert über ihr aktuelles und vermutet künftiges Informations- und Kommunikationsverhalten befragt. So erhalten wir empirisch-gestützt eine aktuelle, valide, quantitative Daten-Grundlage für den zielgerichteten Budget-Einsatz und für eine präzise crossmediale Gewichtung im jeweiligen Facharzt- oder Patientensegment.

Weiter ergänzen wir diesen Daten-Pool durch qualitative Befragungen (Telefon und online) unter Meinungsbildnern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten der verschiedenen Facharztgruppen bzw. Patienten bestimmter Indikationsbereiche.