Zwei Fliegen mit einer (Kamera-)Klappe…

By 2. Mai 2018Allgemein

Die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen und damit auch unserer Facharztgruppen sowie Patienten ist aufgrund von medialer Reizüberflutung drastisch gesunken. Sie entspricht laut der Microsoft Studie 2015 mit 8 Sekunden nicht einmal mehr der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs.1

Konsequenz: Zeit wird kostbarer, v. a. in der medizinischen Kommunikation.

Gekommen, um zu bleiben

Bewegtbild (Video-Content) bietet hier die Lösung und gilt im Gesundheitsbereich als „extrem schnell wachsendes Segment“, das bei Healthcare-Kunden immer höher im Kurs steht.2Der Zeitfaktor wird drastisch reduziert, denn audiovisuell vermittelte Inhalte aktivieren mehrere Sinne gleichzeitig – dieser Vorgang läuft unterbewusst ab. Und jeder kennt den Effekt: Läuft ein Video, muss man einfach hinschauen. Man klebt sozusagen am Bild.

Vielleicht sind das die Gründe, warum „die Fachansprache von Ärzten, Apothekern und medizinischem Personal in Kliniken und Praxen“ immer häufiger über das Bewegtbild erfolgt.3Dieses Content-Format steht übrigens auf Platz zwei der beliebtesten Content-Formate.4

Wie stark bewegte Bilder wirken, zeigt auch folgender Vergleich:

LautMcQuivey’s Forrester Studie “How Video Will Take Over the World”wären für eine Minute Video rund 1,8 Mio. geschriebene Wörter notwendig.5Linear kann dieser Effekt natürlich nicht angewendet werden.

Dennoch: Bewegte Bilder aktivieren, gepaart mit geschicktem Storytelling, die Emotionen und können Erinnerungen stimulieren.

Infotainment fürs Kindheitskopfkino

Geschichten folgt unser Gehirn seit Kindertagen gerne, denn eine Erzählung verleiht selbst trockenen oder medizinisch heiklen Themen eine emotionale Berechtigung.6Mit einer emotionalen und seriösen Ansprache der Ärzte, in Bezug auf die zu verordnenden Präparate oder deren Wirkmechanismen, kann bei ihnen ein bleibender emotionaler Eindruck hinterlassen werden – zum Produkt und zum Pharma-Unternehmen4,6. Und auch für komplexe Inhalte sind visuelle Umsetzungen oft eine gute Antwort.2

Der Kommunikationstheoretiker Marshall McLuhan erkannte bereits in den 1960er Jahren: Nicht die zu überbringende Botschaft muss im Zentrum der Rezeption stehen, sondern auch das gewählte Medium, da es einen Unterschied macht, ob man etwas liest, in bewegten Bildern sieht oder erzählt bekommt.7

Im besten Fall erlebt der Healthcare Professional die „erzählten Botschaften“, die sich so ihren Weg zu seinem Herzen graben. Geschichten haben außerdem den Nebeneffekt, dass sie gerne weitererzählt und so zum Selbstläufer werden – wenn der Nerv der (Fach-)Zielgruppe getroffen wird. Egal ob Facharzt oder Patient, unsere heutige Gesellschaft ist audiovisuell geprägt und verlangt nach ebensolchen Bewegtbildern.

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Quellen:

1) https://www.focus.de/finanzen/experten/pyczak/sinkende-aufmerksamkeit-sie-haben-nur-8-sekunden-zeit-zu-ueberzeugen_id_7395625.html(letzter Zugriff: 17.04.2018)

2) Kepler R. Healthcare Marketing. Das Fachmagazin für Gesundheitskommunikation. 2018 (1). S. 20ff

3) https://www.presseportal.de/pm/73810/3815999(letzter Zugriff: 17.04.2018)

4) https://www.coliquio-insights.de/content-produktion-tonalitaet-formate/ (letzter Zugriff: 17.04.2018)

5) https://www.forrester.com/report/How+Video+Will+Take+Over+The+World/-/E-RES44199(letzter Zugriff: 17.04.2018)

6) https://www.coliquio-insights.de/storytelling-fuer-pharma/(letzter Zugriff: 17.04.2018)

7) http://www.deutschlandfunk.de/das-medium-ist-die-botschaft.1148.de.html?dram:article_id=180798(letzter Zugriff: 17.04.2018)

Wenn Sie mehr über unsere Bewegtbildkompetenzen erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

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Über die Autorin:

Jenny Higer hält einen Bachelor in Medien-Management (Hochschule Rhein-Main, Wiesbaden) und hat unter anderem am FIDM San Francisco studiert. Sie verantwortet unseren gesamten kreativen Output und leitet die Kreation. Zudem fungiert sie als kreative Ansprechpartnerin im Rahmen unseres Account-Managements.

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m:werk Healthcare Communication ist als Healthcare- und Pharma-PR-Agentur seit 2000 für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik und anderer Healthcare-relevanter Branchen tätig.

Fundament für Beratung und Maßnahmenentwicklung im Rahmen von Kommunikations- und PR-Konzepten ist die datenbasierte Methodik der empirischen Sozial- und Marktforschung. Sie wurde für kommunikative Fragestellungen in der Healthcare-PR, insbesondere des dort verorteten Marketings, adaptiert. Im Kern werden regelmäßig Facharzt- und Patientengruppen repräsentativ und detailliert über ihr aktuelles und vermutet künftiges Informations- und Kommunikationsverhalten befragt. So erhalten wir empirisch-gestützt eine aktuelle, valide, quantitative Daten-Grundlage für den zielgerichteten Budget-Einsatz und für eine präzise crossmediale Gewichtung im jeweiligen Facharzt- oder Patientensegment.

Weiter ergänzen wir diesen Daten-Pool durch qualitative Befragungen (Telefon und online) unter Meinungsbildnern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten der verschiedenen Facharztgruppen bzw. Patienten bestimmter Indikationsbereiche.