„Und noch ein bisschen mehr nach unten, bitte“ – oder auch Videodreh in Fernregie

Von 23. Juni 2021Allgemein, Consulting, Film

Die Pandemie hat im Healthcare-Bereich nicht nur die Kongresse und den Klinikalltag auf den Kopf gestellt, sondern auch Video-Produktionen erst einmal kurz zum Stillstand gebracht. „Corona-Lösungen“ mussten her, aus Kongressen und Pressegesprächen wurden schnell Online-Events (mehr zu den Herausforderungen für ein perfektes Online-Event). Aber auch für Videos musste man sich etwas einfallen lassen, denn es hat sich die Frage gestellt: Wie können wir Videos mit Ärztinnen und Ärzten oder anderem medizinischen Personal, ohne Vor-Ort-Dreh, trotzdem möglichst professionell aussehen lassen?

Genau vor diesem Problem standen viele Agenturen und Pharmafirmen – auch wir. Unsere Lösung: Dreh per Fernregie und mit Equipment-Set. In der Vergangenheit sind unsere Kamerateams mit vereinten Kräften zu Drehs in ganz Deutschland (manchmal auch etwas weiter) angereist, um die Stimmen der Expertinnen und Experten und Meinungsbildnerinnen und Meinungsbildnern der Gesundheitsbranche einzufangen und sie im bestmöglichen Licht darzustellen. Jetzt musste eine Lösung her, die über die Mitschnittfunktion von Videokonferenz-Tools hinaus geht – denn hier gibt es zu viele Variablen, die die Qualität der Aufnahmen einschränken können und einfach nicht professionell aussehen. Unter anderem haben uns diese vier Punkte immer wieder in die Bredouille gebracht:

  • eine stabile Internetverbindung mit genügend Bandbreite (in Kliniken bekannterweise häufig eins der größten Probleme),
  • die Auflösung der integrierten Kamera in den Rechnern der Expertinnen und Experten (auch hier, häufig ein Problem in der Klinikausstattung),
  • die Tonqualität des eingebauten Mikrofons,
  • die Lichtverhältnisse zu jeder erdenklichen Tages- (oder Abend-)zeit, ohne „dunkle“ Überraschung.

Daher tüftelten wir gemeinsam mit unseren Kamerateams an einer möglichst einfachen Grundausstattung, die für eine gute und konstante Qualität sorgt und bewaffneten die Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller der geplanten Videos mit einem „DIY-Drehset“. Darin enthalten Ringlicht, Mikrofon und Aufnahmeendgerät und somit die Lösungen zu unseren vier großen Problemen, denn die Aufnahme findet auf dem Gerät lokal statt – völlig unabhängig der Internetverbindung. Dabei stets und stetig im Hinterkopf: die vielbeschäftigten Ärztinnen und Ärzte sind nun Kamerateam, Tontechnikerin und Tontechniker und Meinungsbildnerin und Meinungsbildner in einem und das Equipment muss daher für digital-naive und digital-native gleichermaßen händelbar sein.

Nun noch wichtig: Augen und Ohren beim Dreh.

Die Einstellungen der Kamera müssen stimmen und natürlich müssen wir auch hören, was die Referentin bzw. der Referent denn nun konkret erzählt. Dafür griffen wir nun doch auf Videokonferenz-Tools zurück und schufen uns so die Augen und Ohren in dem Dreh: Unsere Kamera-Crew kann nun mit ihrem geschulten Blick und kurzen Anweisungen, wie „Die Kamera etwas nach oben neigen.“, „Das Licht noch weiter nach rechts stellen.“ oder „Bitte das Bild im Hintergrund kurz abhängen.“, jede und jeden in das rechte Licht rücken. Zuletzt noch ein kurzer Ton-Check und schon kann es losgehen.

Nach dem Betätigen der Aufnahmetaste sind die Ärztinnen und Ärzte dann nur noch Hauptdarstellerinnen bzw. Hauptdarsteller. Direktes Feedback, Interviewfragen oder kurze Diskussionen zur Richtigkeit der Inhalte gibt es dann wie gewohnt – nur eben nicht von Angesicht zu Angesicht, sondern aus den Lautsprechern des Endgeräts.

Unser Fazit einer Corona-Lösung mit Drehs in Fernregie?

Wir können uns die eigentliche „Notlösung“ unter bestimmten Umständen auch für zukünftige Projekte vorstellen. Sicherlich werden viele der Drehs (vor allem die langen) wieder von unseren Kamerateams vor Ort begleitet werden. Der direkte Kontakt und die Möglichkeiten der Einstellungen sowie Flexibilität durch eine Film-Crew vor Ort, kann durch das „DIY-Equipment“ natürlich nicht ersetzt werden. Aber für kurze und stilistisch „einfache“ Videos kann der Dreh per Fernregie, durch die fehlende Anreise und nicht verursachte Reisekosten, auch nach der Pandemie eine praktikable Lösung bieten.

Wenn Sie mehr über Videodreh in Fernregie erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

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Über die Autorin:

Tina Berger ist als Consultant bei m:werk tätig. Vorher hat sie International Business mit besonderem Fokus auf Marketing und Business Strategy studiert. Bei m:werk betreut sie Kundinnen und Kunden in der Publikums- und Fachkommunikation in den unterschiedlichsten Indikationen.“

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