Multichannel-Mix bei niedergelassenen Onkologen – eine klare Sache?

In Deutschland gibt es etwa 3.000 internistische Onkologen und Hämato-Onkologen, rund 1.200 davon sind niedergelassen.1 Für uns bemerkenswert an dieser Facharztgruppe ist ihre deutliche digitale und Internet-Affinität, wie unsere neueste, repräsentative Befragung zum Informations- und Kommunikations-Verhalten unter niedergelassenen Onkologen zeigt.2 Das wird nur stellenweise noch von ihren klinischen Kollegen getoppt.

Andere Facharztgruppen hinken hinterher

Nachfolgend einige Auszüge unserer Untersuchung. 83,3% der niedergelassenen Onkologen stimmen der Aussage zu „Ich nutze gerne das Internet zur Informationsbeschaffung und zum Informationsaustausch“. Das ist der höchste von uns gemessene Wert auf diese Frage im Bereich der niedergelassener Facharztgruppen seit Beginn unserer regelmäßigen Erhebungen im Jahre 2014. Zum Vergleich aus anderen aktuellen Befragungen: Orthopäden (36,6%), Neurologen (46,5%), API (60,1%).

Auch der berufliche App-Gebrauch ist mit 53,3% im niedergelassenen Bereich stark ausgeprägt Ungestützt genannte Spitzenreiter sind die Arzneimittel-App vom ifap-Service-Institut für Ärzte und Apotheker (26,7%) und die App des NCCN (National Comprehensive Cancer Network) zu den Evidence-based Cancer Guidelines (10,2%).

 

Trotzdem für Überraschungen gut

10% der niedergelassenen Onkologen geben an, dass sie regelmäßig an moderierten Online-Fortbildungen teilnehmen (30% selten). Zum Vergleich: Bei ihren Kollegen aus dem klinischen Bereich sind es 27% (41% selten).

Natürlich interessieren wir uns auch immer für die Nutzung von Fachzeitschriften in gedruckter Form oder online. Und hier gibt es mal wieder eine Überraschung! Auf die Frage, an welcher Kontakt- und Informationsart (Auswahl unter 20) sie künftig sehr großes Interesse hätten, landet die gedruckte Fachzeitschrift auf Platz 4, noch vor ihrer Online-Schwester, die Platz 8 erreicht.

vergl. Schwarzeck Adressen-Statistik Q2/17

Basis der Befragung ist eine Zufallsstichprobe innerhalb der Grundgesamtheit der jeweiligen Zielgruppe, welches die Repräsentativität der Befragung gewährleistet. Als Durchführungsmethode wurden telefonische Interviews gewählt.

Wenn Sie mehr über unsere datenbasierte Methodik in der Healthcare Communication und die gewonnenen Erkenntnisse erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

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Über den Autor:

Gunnar Lühring ist Teamleiter bei m:werk. Nach dem Publizistikstudium (Mainz) in die Healthcare-Kommunikation eingetaucht und vom Frei- zum Rettungsschwimmer gewachsen. Langjährige Erfahrung mit den verschiedenen Instrumenten der medizinischen (Fach-) Kommunikation und stets mit Überzeugung bei der Sache.

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m:werk Healthcare Communication ist als Healthcare- und Pharma-PR-Agentur seit 2000 für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik und anderer Healthcare-relevanter Branchen tätig.

Fundament für Beratung und Maßnahmenentwicklung im Rahmen von Kommunikations- und PR-Konzepten ist die datenbasierte Methodik der empirischen Sozial- und Marktforschung. Sie wurde für kommunikative Fragestellungen in der Healthcare-PR, insbesondere des dort verorteten Marketings, adaptiert. Im Kern werden regelmäßig Facharzt- und Patientengruppen repräsentativ und detailliert über ihr aktuelles und vermutet künftiges Informations- und Kommunikationsverhalten befragt. So erhalten wir empirisch-gestützt eine aktuelle, valide, quantitative Daten-Grundlage für den zielgerichteten Budget-Einsatz und für eine präzise crossmediale Gewichtung im jeweiligen Facharzt- oder Patientensegment.

Weiter ergänzen wir diesen Daten-Pool durch qualitative Befragungen (Telefon und online) unter Meinungsbildnern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten der verschiedenen Facharztgruppen bzw. Patienten bestimmter Indikationsbereiche.