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Junge Talente fördern und fordern – was gute Traineeprogramme auszeichnet

Von 3. August 2022Agentur, Allgemein
Onboarding, Traineeship

Der Konkurrenzdruck bei der Jagd auf junge Talente beschäftigt Personalabteilungen auf der ganzen Welt. Was in archaischer Weise, als „war for talents“ bezeichnet wird, resultiert aus dem Umstand, dass es allgemein weniger Talente als zu besetzende Stellen gibt. Besonders bei der Suche nach Trainees wird darüber hinaus offensichtlich, dass Unternehmen jetzt auf eine Generation treffen, die höhere Ansprüche hat als bisherige Generationen und diese auch selbstbewusst kommuniziert. Sie fordert anständige Bezahlung, viel Flexibilität, und Möglichkeiten sich einzubringen sowie Verantwortung zu übernehmen. Kurzum eine Melange aus Förderung und Forderung.

Richtig so, denn wer mit Trainees leichtfertig umgeht, verspielt nicht nur kurzfristig die Chance auf gut ausgebildeten Nachwuchs, sondern möglicherweise auch langfristig die Zukunft des Unternehmens. Viele Unternehmen sind darauf angewiesen, ihren Nachwuchs selbst nach eigenen Paradigmen auszubilden. Oftmals sind die im Job notwendigen Kompetenzen und Ansprüche so speziell, dass sie am besten in einer internen Ausbildung vermittelt werden können.

Guter Einstieg

Auch für junge Talente ist der Berufseinstieg als Trainee hochinteressant. Er bietet ihnen die Möglichkeit, Unternehmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen, eigene Netzwerke zu spinnen und sich währenddessen in verschiedene Rollen hineinzuentwickeln. All das geschieht unter dem geteilten Verständnis darüber, dass sich Trainees in einem Lernprozess befinden. Während Berufs- oder Quereinsteiger andernorts versuchen, mit „fake it till you make it“-Gerede ihre Unsicherheiten und Ahnungslosigkeiten zu kaschieren, bietet ein Berufseinstieg als Trainee einen klaren Rahmen für Förderung und nachhaltige Entwicklung.

Ein Traineeship kann jungen Talenten einen gelungenen Einstieg ins Berufsleben bereiten, aber nur wenn Unternehmen auch in der Lage sind, attraktive Traineeprogramme anzubieten. Worauf es dabei ankommt, ist von vielen Faktoren und von Branche zu Branche unterschiedlich. Ungeachtet dessen, gibt es Elemente, die ein gutes Traineeprogramm von einem Schlechten unterscheiden.

Plan und Verantwortung

Ein Traineeship ist kein Schnupperpraktikum, sondern Training on the job. Trainees sollten nicht am Beckenrand stehen und anderen bei der Arbeit zuschauen, sondern schnell und vollumfänglich integriert werden. Inhalte werden dort vermittelt, wo sie entstehen, bei laufenden Projekten. Ein gutes Traineeprogramm folgt der Idee, Trainees schnell in die Verantwortung zu bringen und ihnen eigene Projekte zu übergeben. Dazu braucht es neben Vertrauen in die Trainees vor allem gute Planung. Neben Lehrplänen, die sicherstellen, dass die notwendigen Kompetenzen entwickelt werden, muss in der Organisation Klarheit darüber bestehen, wann Trainees mit welchen Aufgaben betraut werden. Der oft zitierte Sprung ins kalte Wasser hat schon die ein oder andere Karriere vorangetrieben. Gefährlich wird es dann, wenn aus dem Sprung ein Wurf ins kalte Wasser wird, weil Organisationen planlos agieren und ihre Trainees überfordern.

Nicht im eigenen Saft schmoren

Während eines Traineeships wird jungen Talenten unternehmens-, aufgaben- und kundenspezifisches Wissen vermittelt. On the job und von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Doch wer sich bei der Ausbildung des eigenen Nachwuchs nur auf die eigenen Kräfte verlässt, läuft Gefahr im eigenen Saft zu schmoren. Gute Traineeprogramme setzen bei der Ausbildung auf die Zusammenarbeit mit erfahrenen Bildungsinstituten. Zum einen profitieren Organisationen davon, dass die fachliche Ausbildung auf mehrere Schultern verteilt wird. Zum anderen schadet regelmäßiger frischer Input nur den allerwenigsten Organisationen. Trainees erhalten zudem die Möglichkeit, das ganze Berufsbild aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben und nicht nur so, wie es in der jeweiligen eigenen Organisation interpretiert wird. Neben externen Weiterbildungen sehen gute Traineeprogramme regelmäßige Exkursionen, Besuche von Messen, Fachtagungen und Vorträgen vor.

Support your local Trainee

Von Trainees wird viel erwartet. Sie sollen sich im Berufsleben akklimatisieren, sich in einer völlig neuen Umgebung zurechtfinden und Verantwortung und eigene Projekte übernehmen. All das möglichst schnell. Im Gegenzug müssen Trainees vor allem eines erwarten können: Unterstützung. Ein gutes Traineeprogramm spannt ein flächendeckendes Supportnetz über die ganze Organisation. Neben Einblick in alle Bereiche garantiert es auch Rückendeckung auf allen Ebenen. Ein wachsames Auge auf die Entwicklung der Trainees zu haben ist auch Personal- und Führungsaufgabe. Klar definierte Ansprechpartner und institutionalisierte Gesprächs- und Feedbackrunden sind elementar für die Entwicklung von Trainees.

Individuelle Perspektive

Klare Pläne, Verantwortung, Weiterbildungsmöglichkeiten und engmaschige Supportnetze  sind genauso schön wie sinnlos, wenn Trainees keine klare Perspektive aufgezeigt wird. Eine Perspektive, die über die Traineephase hinausgeht. Gute Traineeprogramme zielen klar darauf ab, Trainees nach Durchlaufen des Programms fest zu übernehmen. Das sollte regelmäßig und klar kommuniziert werden. Häufig wird parallel zum Traineevertrag ein Anschlussvertrag für die Zeit nach dem Programm angeboten.

Der Arbeitsmarkt dürstet nach jungen Talenten und trifft auf anspruchsvolle junge Leute, die sich nicht für dumm verkaufen lassen. Es ist Aufgabe der Unternehmen diese Situation zu nutzen und gute Einstiegsprogramme zu entwickeln. Programme, welche den Ansprüchen der Talente nicht nur gerecht werden sondern sogar bestenfalls übertreffen.

Übrigens, auch m:werk hat ein erfolgreiches und von der Deutschen Akademie für Public Relations zertifiziertes Traineeprogramm und ist auf der Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten (jetzt bewerben).

Wenn Sie mehr über m:werk erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

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Über den Autor:

Seit einigen Jahren beschäftigt sich Moritz mit Personal-, Arbeits- und Organisationsentwicklung – seit 2022 tut er das bei m:werk. Dabei widmet er sich den vermeintlich großen strategischen Fragen genauso gerne, wie denen nach Kultur, Kommunikation und dem perfekten Salmiakanteil in Lakritzprodukten.

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