Mitten ins Herz mit m:cognito® – Neue Insights zum Mediennutzungsverhalten von Kardiologen

Gut zwei Jahre ist unsere letzte Kardiologen-Befragung her. Grund für uns, der Zielgruppe mal wieder auf den Zahn zu fühlen. Haben sich das Mediennutzungsverhalten und die Kanalpräferenzen der Kardiologen verändert?[1] Wir ziehen den Vergleich.

Print adé?

Nein, so kann man es gewiss nicht sagen. Die gedruckte Fachzeitschrift beispielsweise ist nicht mehr – wie noch 2 Jahre zuvor – unangefochten das am häufigsten genutzte Kommunikationsmittel der Kardiologen. Dennoch nutzen sie heute immer noch 83% der kardiologisch tätigen Ärzte regelmäßig. Zum Vergleich: 2017 waren es mit 84% unwesentlich mehr. Der Besuch durch den Außendienst hat das Printmedium im Verlauf jedoch mit klarem Vorsprung überholt: 97% in 2019 vs. 83% in 2017.

Auffällig ist im Allgemeinen, dass persönliche Kontaktwege das Nutzungsverhalten der Kardiologen dominieren, rangieren Außendienst- und Kongressbesuche sowie Fortbildungen in den Top 5 – und zwar sowohl 2017 als auch 2019.

Der Kardiologe – ein Onliner?

Insgesamt gaben 66% der befragten Kardiologen an, dass sie das Internet gerne zur Informationsbeschaffung nutzen. Dabei rangieren Onlineportale für Ärzte auf Platz 1 (53%) und Online-Fachzeitschriften auf Platz 2 (50%). Das sah 2017 noch etwas anders aus: Hier gaben 81,7% an, das Internet gerne zu nutzen – auf den ersten beiden Plätzen lagen Newsletter bzw. E-Mails (64%) und Onlineportale für Ärzte (53%).

Facebook, XING & Co. – Treffen wir den Kardiologen hier?

Auch in Bezug auf Social Media zeigt sich: Kardiologen mögen es klassisch – zumindest sind soziale Medien noch nicht gänzlich im Alltag der Facharztgruppe angekommen. Ein Trend zeichnet sich allerdings ab: Wenn Social Media, dann YouTube. Hier hat die Nutzung innerhalb der letzten zwei Jahre einen erheblichen Sprung gemacht – nutzten 2017 lediglich 15,4% der Kardiologen YouTube beruflich, sind es in 2019 bereits 53,3%, die mindestens einmal pro Woche bzw. Monat auf YouTube zurückgreifen.

Ein Blick auf die Demographie: Männerdomäne Kardiologie

Doch von wem sprechen wir hier eigentlich genau? Es gibt in Deutschland ca. 7.500 Kardiologen[2], wobei ca. 1/3 niedergelassen und 2/3 klinisch tätig sind. Auffällig: 93,3% der Befragten sind männlich, davon 66,7% älter als 50 Jahre – der Altersdurchschnitt über alle Befragten hinweg liegt bei 53,8 Jahren.

[1] Basis der Befragung ist eine Zufallsstichprobe innerhalb der Grundgesamtheit der jeweiligen Zielgruppe, welches die Repräsentativität der Befragung gewährleistet. Als Durchführungsmethode wurden telefonische Interviews gewählt.

[2] vgl. Schwarzeck Adressen-Statistik Q1/2019, Schwarzeck-Verlag

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Über die Autorin:

Sabrina Blümel ist Consultant bei m:werk. Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaft in Koblenz schnell in der Healthcare Communication Fuß gefasst. Die intensive Zusammenarbeit mit ihren Kunden – schwerpunktmäßig im Bereich Rx – entfacht ihre Leidenschaft für die Gesundheitsbranche jeden Tag aufs Neue.

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m:werk Healthcare Communication ist als Healthcare- und Pharma-PR-Agentur seit 2000 für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik und anderer Healthcare-relevanter Branchen tätig.

Fundament für Beratung und Maßnahmenentwicklung im Rahmen von Kommunikations- und PR-Konzepten ist die datenbasierte Methodik der empirischen Sozial- und Marktforschung. Sie wurde für kommunikative Fragestellungen in der Healthcare-PR, insbesondere des dort verorteten Marketings, adaptiert. Im Kern werden regelmäßig Facharzt- und Patientengruppen repräsentativ und detailliert über ihr aktuelles und vermutet künftiges Informations- und Kommunikationsverhalten befragt. So erhalten wir empirisch-gestützt eine aktuelle, valide, quantitative Daten-Grundlage für den zielgerichteten Budget-Einsatz und für eine präzise crossmediale Gewichtung im jeweiligen Facharzt- oder Patientensegment.

Weiter ergänzen wir diesen Daten-Pool durch qualitative Befragungen (Telefon und online) unter Meinungsbildnern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten der verschiedenen Facharztgruppen bzw. Patienten bestimmter Indikationsbereiche.