100% digital abstinent? – nur wenige digitale Kanäle locken niedergelassene Orthopäden

By 6. September 2017Data-based

In unserer neusten repräsentativen1 Befragung einer Facharztgruppe haben wir dieses Mal das Mediennutzungsverhalten und die Kanalpräferenzen der niedergelassenen Orthopäden untersucht. Um den Gesamttenor der Studie gleich vorweg zu nehmen, reichen zwei Attribute: Klassisches bevorzugt und digital sehr zurückhaltend. Erstaunlich für eine Facharztgruppe, die eher als Technik-verliebt und Innovations-affin bekannt ist. Hier einige interessante Auszüge unserer Untersuchung, die unsere Feststellung illustrieren:

Digital zurückhaltend wie keine andere niedergelassene Facharztgruppe

Gerade einmal 3% der niedergelassenen Orthopäden nutzen zum Beispiel beruflich Apps regelmäßig, 27% selten und 70% überhaupt nicht. Das sind Werte, die nicht mal die in dieser Hinsicht besonders zurückhaltenden, niedergelassenen Facharztgruppen, die wir ebenfalls in diesem Jahr untersucht haben, erreichen. Zum Vergleich: Neurologen (7% regelmäßig, 23% selten, 70% gar nicht) oder Rheumatologen (7% regelmäßig, 27% selten, 66% gar nicht). Für alle, die es interessiert, die beliebteste App (ungestützt!) der niedergelassenen Orthopäden ist KBV2GO! der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

 

Klassiker bevorzugt – nur moderierte Online-Fortbildungen locken

Auch bei der Nutzung von Online-Portalen für Ärzte geben sich die niedergelassenen Orthopäden uneuphorisch (23% regelmäßig, 30% selten, 47% gar nicht). Einzig beim Angebot einer moderierten Online-Fortbildung werden unsere Untersuchungsergebnisse lebendiger. Auf unsere Frage, ob sie diese Kontaktart aktuell regelmäßig, selten oder gar nicht nutzen, antworteten die Orthopäden: 33% regelmäßig, 43% selten, 24% gar nicht.

Und auf die Frage, an welcher Kontakt- und Informationsart (Auswahl unter 20) sie künftig sehr großes Interesse hätten, landen Kongresse, regionale Fortbildungen und gedruckte Fachzeitschriften auf den Plätzen 1 – 3. Zu den Spitzenreitern der genannten Fachzeitschriften zählen ungestützt Deutsches Ärzteblatt (60%), Der Orthopäde (53,3%) sowie Orthopädie und Rheuma (26,7%).

Basis der Befragung ist eine Zufallsstichprobe innerhalb der Grundgesamtheit der jeweiligen Zielgruppe, welches die Repräsentativität der Befragung gewährleistet. Als Durchführungsmethode wurden telefonische Interviews gewählt.

Wenn Sie mehr über unsere datenbasierte Methodik in der Healthcare Communication und die gewonnenen Erkenntnisse erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

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Über die Autorin:

Carmen Ebeid ist Beraterin im Team Medical Brands bei m:werk. Studium der Germanistik und BWL in Potsdam, anschließend Redakteurin im Corporate Publishing. In der Unternehmenskommunikation fühlt sie sich zu Hause.

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m:werk Healthcare Communication ist als Healthcare- und Pharma-PR-Agentur seit 2000 für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik und anderer Healthcare-relevanter Branchen tätig.

Fundament für Beratung und Maßnahmenentwicklung im Rahmen von Kommunikations- und PR-Konzepten ist die datenbasierte Methodik der empirischen Sozial- und Marktforschung. Sie wurde für kommunikative Fragestellungen in der Healthcare-PR, insbesondere des dort verorteten Marketings, adaptiert. Im Kern werden regelmäßig Facharzt- und Patientengruppen repräsentativ und detailliert über ihr aktuelles und vermutet künftiges Informations- und Kommunikationsverhalten befragt. So erhalten wir empirisch-gestützt eine aktuelle, valide, quantitative Daten-Grundlage für den zielgerichteten Budget-Einsatz und für eine präzise crossmediale Gewichtung im jeweiligen Facharzt- oder Patientensegment.

Weiter ergänzen wir diesen Daten-Pool durch qualitative Befragungen (Telefon und online) unter Meinungsbildnern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten der verschiedenen Facharztgruppen bzw. Patienten bestimmter Indikationsbereiche.