Graffiti – Kunst oder Vandalismus?

Von 30. September 2020Allgemein

Als Grafik Designer geht man mit offenen Augen durch Großstädte. Immer auf der Suche nach neuen Ideen – Plakate, Poster und auch Hauswände werden neugierig betrachtet. Vor Kurzem war ich in Leipzig. In dieser Stadt – wie in vielen anderen Großstädten – sind Graffitis allgegenwärtig. Hier wird fast alles als Leinwand genutzt, was Fläche bietet: Papierkörbe – Straßenlaternen, Häuserfassaden. Die Tags, Schriftzüge, Symbole und Figuren sind manchmal kunstvoll gestaltet oder zum Leid der Hausbesitzer oft auch achtlos hingesprüht. Auch wenn eine trostlose Bauruine inmitten der Stadt durch Graffitikunst einen bunten Anstrich bekommt, der gar zum Verweilen und Betrachten einlädt, bleibt diese Aktion juristisch gesehen eine Sachbeschädigung – denn die Hausbesitzer bleiben auf den Kosten der Reinigung sitzen.

Immer mehr Städte versuchen durch spezielle Graffiti-Konzepte, die unerwünschte Stadtraumgestaltung und Sachbeschädigung in den Griff zu bekommen. Gut ausgewählte Graffiti-Projekte können beispielsweise Farbe an Orte bringen, die es nötig haben. Graue Mauern gibt es ausreichend und sie den wilden Sprayern anzubieten, kann von Vorteil sein. Am Brückenkopf in Mainz-Kastel, der die Städte Wiesbaden und Mainz verbindet, werden jährlich im Rahmen des “Meeting Of Styles” die größten Wände konzeptionell gestaltet. Mit rund 2.000 qm Beton bietet die Galerie viel Raum – für ein einzelnes Graffiti, aber auch für kleine und große Graffiti-Produktionen. Hier präsentieren sich Graffiti-Künstler aus der gesamten Region und über deren Grenzen hinaus.

Graffiti in der Werbung

Um vor allem die junge Zielgruppe zu erreichen, bedienen sich auch immer mehr Unternehmen dieser Guerillataktik. „Das Graffiti ist eine schnelle, einfache und billige Form, um Aufmerksamkeit zu erhalten“, sagt Konrad Zerr, Professor für Marketing an der Fachhochschule Pforzheim. Anfangs waren es vor allem kleine Unternehmen, die trotz ihrer schmalen Werbebudgets auffallen wollten. Inzwischen haben auch Weltfirmen wie Sportartikelhersteller oder Elektronikunternehmen das Graffiti als Kommunikationsstrategie aufgegriffen.

Wenn Graffiti zur Kunst wird

Der heute bekannteste Straßenkünstler der Welt ist wahrscheinlich Banksy. Banksy ist das Pseudonym eines britischen Streetart-Künstlers. Seine Schablonengraffitis wurden anfangs in Bristol und London bekannt. Durch internationale Aktivitäten erlangte Banksy weltweite Bekanntheit. Banksy bemüht sich, seinen bürgerlichen Namen sowie seine wahre Identität geheimzuhalten.

Er taucht oft aus dem Nichts auf und besprüht die Mauern und Wände Großbritanniens (und dem Rest der Welt) mit kurzen und prägnanten Aussagen. Es scheint, dass Banksy nicht nur spielerisch die Gesetzeshüter provozieren will, sondern den Betrachter auch einfach mit kleinen Details in düsteren Umgebungen zum Schmunzeln und Nachdenken anregen will.

Klar ist, illegal darf kein Eigentum als „Leinwand“ dienen. Dennoch kann man nicht bestreiten, dass sich unter den Sprayern oft wahre Künstler verstecken. Somit werde ich weiterhin mit offenen Augen durch die Städte gehen und nach Kunstwerken auf der Straße Ausschau halten. Vielleicht ist ja mal ein Banksy dabei.

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Antje Wenig

Über die Autorin:

Seit 14 Jahren ist Antje Wenig als Grafik Designerin bei m:werk tätig und sorgt für die Optik bei m:werk. Ob Studienabstracts, Logos, Anzeigen, Abgabematerial für Ärzte und Apotheker, etc., alles was im Bereich Print- und Onlinemedien gewünscht ist, wird von ihr gestaltet. Sie hat an der FH Wiesbaden Kommunikationsdesign studiert und nach dem Studium bei verschiedenen Agenturen im Rhein-Main-Gebiet Erfahrungen gesammelt bevor sie zu m:werk kam.

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m:werk Healthcare Communication ist als Healthcare- und Pharma-PR-Agentur seit 2000 für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik und anderer Healthcare-relevanter Branchen tätig.

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