Tag der Depression: Die große Schwester des Burnouts …?

Von 3. Oktober 2021Allgemein, Consulting

Unser Herz schlägt für Gesundheitskommunikation und das schon seit 21 Jahren. In dieser Zeit haben wir mit vielen Tabus gebrochen, denn nur so funktioniert echte und nachhaltige Kommunikation. Gerade mit einer globalen Pandemie im Rücken war es unserem Team eine Herzensangelegenheit, ein weiteres Thema, über das man nicht gerne spricht, in den Fokus zu rücken: Depressionen.

Und nun wünschen wir gute Lektüre mit unserem aktuellen Blogbeitrag anlässlich des europäischen „Tags der Depression“.“

Warum findet sich so ein Thema in unserem m:werk-Blog? Warum schreiben wir nicht über Burnout – ein Wording das allgegenwärtiger ist, irgendwie „besser“ klingt und gleichzeitig auch impliziert: ich habe etwas geleistet, bin beruflich über meine Grenzen gegangen, habe aber bis zum Schluss tapfer durchgehalten. Der Grund, warum wir Depressionen thematisieren ist: Wir wollen gegen das vermeintlich „peinliche“ Gefühl anschreiben, „nur“ eine Depression zu haben – eine psychische Erkrankung ohne Fleißorden am Revers! Mit einer Depression brüstet sich keine oder keiner, da die Krankheit nicht einer Kategorie wie dem Fleiß zusgeschrieben wird, sondern kompliziert ist. Und das auch in der Therapie.

Depression vs. Burnout

Beide Krankheitsbilder (ja, Burnout ist kein eigenständiges Krankheitsbild!) zeigen sich mit ähnlichen Symptomen: Ausgebrannt sein, Unruhe oder Schlafschwierigkeiten. Wer das liest, denkt natürlich eher an einen Burnout. Doch das kann sich später auch als eine depressive Erkrankung herausstellen; weil es oft kompliziert sein kann, diese zu unterscheiden. Doch wie schon oben angedeutet: Etwas mehr Schlaf, mehr Entspannung durch bestimmte Sportarten oder auch mal ein längerer Urlaub können die Erschöpfung, ausgelöst durch ein Burnout, mindern. Bei einer Depression kann sogar oft das Gegenteil passieren: Sie rutschen noch weiter in die Krankheit ab und der Leidensdruck steigt.

Burnout = Depression !?

Und manchmal kann hinter einem „Burnout“ auch eine Depression stecken. Wenn nämlich am Ende die Betroffenen nicht mehr aus Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und ihrer Teilnahmslosigkeit herauskommen, aber vielleicht sogar noch im Beruf „funktionieren“. Depressionen sind ein eigenständiges Krankheitsbild, das eine eindeutige Diagnose und eine interdisziplinäre Therapie benötigt. Und nicht zuletzt die Nebenwirkungen vieler Therapien bei der Behandlung der Depression lassen viele Betroffene nach der Diagnose mit einem ratlosen Gefühl zurück. Doch mit einem Fokus auf die psychische „Wiederaufrichtung“ und auch dem „Handling“ des Tagesablaufs (und vielleicht später wieder des Berufs) kann ein positiver Ausblick gelingen – wenngleich die Arbeit daran doppelt und mehrfach so schwer ist, als für Nicht-Betroffene.

Befinden Sie sich in einer psychischen Notlage und/oder haben Sie Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Klinik oder den Notarzt unter 112. Die Telefonseelsorge erreichen Sie rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.

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m:werk Healthcare Communication ist als Healthcare- und Pharma-PR-Agentur seit 2000 für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik und anderer Healthcare-relevanter Branchen tätig.

Fundament für Beratung und Maßnahmenentwicklung im Rahmen von Kommunikations- und PR-Konzepten ist die datenbasierte Methodik der empirischen Sozial- und Marktforschung. Sie wurde für kommunikative Fragestellungen in der Healthcare-PR, insbesondere des dort verorteten Marketings, adaptiert. Im Kern werden regelmäßig Facharzt- und Patientengruppen repräsentativ und detailliert über ihr aktuelles und vermutet künftiges Informations- und Kommunikationsverhalten befragt. So erhalten wir empirisch-gestützt eine aktuelle, valide, quantitative Daten-Grundlage für den zielgerichteten Budget-Einsatz und für eine präzise crossmediale Gewichtung im jeweiligen Facharzt- oder Patientensegment.

Weiter ergänzen wir diesen Daten-Pool durch qualitative Befragungen (Telefon und online) unter Meinungsbildnern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten der verschiedenen Facharztgruppen bzw. Patienten bestimmter Indikationsbereiche.