Augen auf im Home-Office

Von 17. Februar 2021Agentur, Allgemein

In der heutigen Zeit gibt die digitale Welt den Takt an. Immer am Puls der Zeit, erstrecken sich ihre Stromarterien über Kontinente auf der ganzen Welt.

Durch die Digitalisierung ist es Unternehmen möglich geworden, die meisten Bürotätigkeiten zu den Mitarbeitern nach Hause auszulagern – in das sogenannte „Home-Office“. Nahezu alles ist heutzutage mit einem digitalen Endgerät und einigen geübten Fingerbewegungen möglich. Allerdings hat alles seinen Preis und die Digitalisierung ist da keine Ausnahme.

Das Problem:

Die Augen arbeiten stärker beim Betrachten eines Computers als der „realen Welt”. Infolgedessen sind viele Menschen heutzutage anfällig für die Entwicklung von sehkraftbezogenen Symptomen. Grund dafür sind die einzigartigen Eigenschaften und die hohen visuellen Anforderungen der digitalen Endgeräte wie zum Beispiel Desktop-Monitore, Laptops, Handys und tragbare Computer mit digitalem Bildschirm.

Diese Anforderungen unterscheiden sich teilweise sehr stark von den Anforderungen an die Augen für Lese- oder Schreibarbeiten. Bei höherer Belastung der Augen, im Hinblick auf Fokussierung, Augenbewegungen, Betrachtungsgegenstände und –winkel oder Bildschirmauflösung, werden zusätzliche Anforderungen an das visuelle System gestellt. Darüber hinaus kann das Vorhandensein selbst kleinerer Sehprobleme den Komfort und die Leistung am Computer, oder bei der Verwendung anderer digitaler Bildschirmgeräte, oft erheblich beeinträchtigen. Das Tragen von bestimmten Brillen kann auch dazu führen, dass man den Kopf neigt, um das Bild klarer zu sehen, da diese Brillen nicht für den digitalen Bildschirm gemacht sind. Diese ungewohnten Kopfbewegungen können sich dann später in Kopf-, Nacken-, Schulter- oder Rückenschmerzen verwandeln. 1

Das Computer Vision Syndrome (CVS):

Unter CVS versteht man eine Reihe von Beschwerden, die im direkten Zusammenhang mit der Verwendung von eben diesen digitalen Geräten über einen längeren Zeitraum stehen. Denn die Augen werden durch längeres Betrachten eines Bildschirms sehr stark beansprucht.

Man setzt sich einemerhöhtem Risiko aus, bei bereits zwei durchgehenden Stunden jeden Tag vor dem PC oder Handy, um folgende Symptome 2 zu entwickeln:

  • Ermüdung der Augen
  • Trockene oder juckende Augen
  • Schwierigkeiten beim Fokussieren
  • Verschwommenes, teilweise auch doppeltes, Sehen
  • Kopfschmerzen
  • Nacken- & Schulterschmerzen
  • Rückenschmerzen

Die Ursachen von diesen Symptomen können sich von Person zu Person unterscheiden, es kommt immer auf die individuellen Umstände an, wie zB:

  • Schlechte Sitzhaltung
  • Ungeeignete Betrachtungsabstände
  • Blendung auf einem digitalen Bildschirm
  • Zu lange kontinuierliche Betrachtung von digitalen Geräten
  • Schlechte Beleuchtung
  • Schwacher Kontrast zwischen den angezeigten Inhalten und dem Hintergrund
  • Unkorrigierte Sehprobleme
  • Sauerstoffmangel

Was kann man tun?

Luftzirkulation. Lüften Sie regelmäßig Ihre Räumlichkeiten, damit alte Luft entweichen und frische Luft den Raum füllen kann. Das dient nicht nur den Augen, sondern auch dem allgemeinen Wohlbefinden und der Sauerstoffzufuhr.

Position des Computerbildschirms. Optimal ist es, wenn sich der Computerbildschirm 15 bis 20 Grad unterhalb der Augenhöhe (10-12cm) befindet. Strecken Sie Ihren Arm gerade aus, wo Ihre Handspitze endet – da sollte der Bildschirm stehen.

Ablesen. Wenn Sie nebenbei Dokumente haben, von denen Sie ablesen, sollten diese sich oberhalb der Tastatur und unterhalb des Bildschirms befinden. Ziel ist es, die Dokumente so zu positionieren, dass der Kopf nicht vom Dokument zum Bildschirm umpositioniert werden muss.

Beleuchtung. Positionieren Sie den Computerbildschirm so, dass Blendungen vermieden werden, insbesondere durch Deckenbeleuchtung oder Fenster. Verwenden Sie Jalousien oder Vorhänge an den Fenstern und ersetzen Sie die Glühbirnen in den Schreibtischlampen durch Glühbirnen mit geringerer Wattzahl.

Sitzposition. Stühle sollten bequem gepolstert sein und sich dem Körper anpassen. Die Stuhlhöhe sollte so eingestellt werden, dass die Füße flach auf dem Boden aufliegen. Die Arme sollten so eingestellt sein, dass sie beim Tippen Halt bieten und die Handgelenke sollten beim Tippen nicht auf der Tastatur aufliegen.

Blinzeln. Versuchen Sie, häufig zu blinzeln, um das Risiko eines trockenen Auges bei der Computernutzung zu minimieren. Blinzeln hält die vordere Oberfläche der Augen feucht.

Ruhepausen (20/20/20)3. Das effektivste Mittel zur Vorbeugung von CVS ist das Einhalten von Pausen in regelmäßigen Abständen. Ruhen Sie die Augen nach zwei Stunden ununterbrochener Computernutzung für 20 Minuten aus. Schauen Sie außerdem alle 20 Minuten, die Sie am Computer arbeiten, für 20 Sekunden in die Ferne (ca. 20 Fuß oder 6 Meter), um den Augen die Möglichkeit zu geben, sich neu zu konzentrieren.

Tipp: Gestalten Sie Ihre Aufgabenbewältigung so, dass die Aufgaben in kleine Häppchen aufgeteilt werden. Dadurch können Sie Ihre Pausen einfacher einhalten und vergessen sie auch nicht.4

FAZIT:

Auch wenn es an manchen Tagen sogar nötig ist, sich mal richtig dran zu setzen und eine Menge Arbeit am PC zu erledigen, sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass man keinem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt ist. Vor allem, wenn Sie schon sehbeeinträchtigt sind. Versuchen Sie Ihrem Körper die Informationsaufnahme so gut wie möglich zu erleichtern und so Schäden präventiv vorzubeugen. Richten Sie sich Ihr Haus-Büro individuell nach Ihren Maßen ein, setzen Sie sich richtig hin und vergessen Sie nicht, Ihren Augen auch mal eine Pause zu gönnen. Diese haben sie sich nämlich ganz sicher verdient. Und nach 2 Stunden effektiver Arbeit, Sie bestimmt auch.

1 https://www.gieseke-buch.de/allgemein/computer-vision-syndrom-wenn-bildschirmarbeit-krank-macht
2 https://www.medicalnewstoday.com/articles/computer-vision-syndrome
3 https://www.praxisvita.de/computer-vision-syndrom-so-schadet-pc-arbeit-unseren-augen-13450.html
4 https://www.aoa.org/healthy-eyes/eye-and-vision-conditions/computer-vision-syndrome?sso=y

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Über den Autor:

Boris Sivov arbeitet als Assistant Business Developer seit April 2020 bei m:werk. Als Wirtschaftsstudent hat er eine Vorliebe zum Marketing und der Kommunikation entwickelt und stieg bei m:werk ein, weil sie die Besten in der Branche sind. Er entwickelt mit dem Team Strategien und Konzepte, um agenturinterne Prozesse zu vereinfachen und zu verbessern. Datenverarbeitung, -analyse und Recherche werden auch von ihm durchgeführt, mit so viel Spaß wie es bei diesen Themen möglich ist.

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