SEO in der Healthcare-Kommunikation – ein alter Hut?

By 6. September 2018Allgemein, Digital
SEO in der Healthcare-Kommunikation, für Rx, OTC und Phytoprodukte

Wer online nach Informationen sucht und nicht immer auf den gleichen bereits bekannten Informationsportalen unterwegs ist, nutzt Suchmaschinen. Der Marktführer Google1 wird im Zusammenhang mit Gesundheitsthemen gerne als Dr. Google bezeichnet, weil das Internet inzwischen eine große Rolle spielt, wenn es um die Suche nach medizinischem Rat geht. Dabei hat jeder Nutzer seine eigene Strategie, mit welchen Suchbegriffen er dabei ans Ziel kommt. So ist es selbstredend, wenn sich auch Pharmaunternehmen als Anbieter von Informationsangeboten so positionieren möchten, dass der Informationssuchende treffsicher darauf aufmerksam wird. Diese Zielsetzung ist sicher nicht neu, wird aber durch die ungebremste Expansion des Internets immer komplexer.

 

Was ist eigentlich SEO genau?

Bei der Suchmaschinenoptimierung (search engine optimization, kurz SEO) ist das Ziel, Webseiten so zu optimieren, damit diese in den Ergebnislisten bei Google und & Co auf den bestmöglichen Positionen gelistet werden (Ranking). Um dies zu erreichen werden beispielsweise Inhalte mit wichtigen Suchbegriffen „optimiert“, Verlinkungen mit themenverwandten Seiten und Websites aufgebaut, technische Optimierungen in puncto Darstellung und Ladegeschwindigkeit vorgenommen und vieles mehr. Da in den Suchmaschinen gefundene Seiten durch Seitentitel und Seitenbeschreibung dargestellt werden, die man frei bestimmen kann, empfiehlt es sich, für eine gewisse Aussagekraft zu sorgen. Sowohl die Seitenbesucher als auch die Suchmaschinen selbst legen großen Wert darauf, dass diese Beschreibungen authentisch und nicht überzeichnet sind.

 

Suchmaschinenoptimierung bei Online-Content sollte selbstverständlich sein

Das Thema Suchmaschinenoptimierung wird seit Jahren unter Marketing- und Kommunikationsschaffenden heiß diskutiert, vor allem wenn es darum geht, herauszufinden, welche die wichtigsten Rankingfaktoren sind. Diese Faktoren sind die vermeintlichen Parameter, nach diesen die Suchdienste einzelne Seiten bzw. ganze Websites eine Gewichtung innerhalb der Suchalgorithmen verleihen. Dabei wird oft vernachlässigt, was seit Ende der 90er Jahre längst selbstverständlich sein sollte. Denn wichtige Basics in puncto Rankingfaktoren bei der Erstellung von Online-Content müssen bereits von Anfang an mit eingeplant werden, damit die Textinhalte die Grundvoraussetzung für eine saubere Erfassung in den Suchindex der Suchmaschinen erfüllen. Damit hat man bereits den Grundstein gelegt, um darauf aufbauend weitere SEO-Maßnahmen umzusetzen.

 

Rx-SEO – geht das?

Auch Ärzte, Apotheker und medizinisches Personal nutzen das Internet und natürlich auch Suchmaschinen zu Recherchezwecken. Daher ist immer ­– unter Beachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen –empfohlen, Suchmaschinenoptimierung für Online-Content zu betreiben.

Durch das Heilmittelwerbegesetz (HWG), Compliance, etc. bestehen bekanntlich viele Restriktionen bei der Bewerbung von Produkten im Rx-Bereich. Daher sind bei der Umsetzung von SEO-Maßnahmen unterschiedliche Ansätze erforderlich. Generell müssen Produktinformationen von verschreibungspflichtigen Medikamenten natürlich hinter geschützten Fachkreis-Zugängen liegen und dürfen gar nicht erst in einen öffentlich zugänglichen Suchindex wie Google aufgenommen werden. Allerdings bietet der Betreiber von Fachkreis-geschützten Inhalten „DocCheck“ mittlerweile ebenfalls einen recht umfangreichen Suchdienst an, der dem von Google recht ähnlich ist. So steht der Zielgruppe HCPs eine spezialisierte Suchmaschine zur Verfügung, in der Inhalte gesucht werden können, welche in Google gar nicht verfügbar sein dürfen. Anders bei OTC-Produkten wie Phyto-Pharmazeutika und Naturheilmittel, für die keine Verschreibungspflicht besteht. Denn diese Produkte dürfen indexiert werden und sind daher im Google-Index durchsuchbar.

Bei offenen Publikumsinhalten im Bereich Awareness und Patient Care, wo der Themenschwerpunkt eher auf Indikationen gerichtet ist, kann man in Punkto SEO freier agieren. Solche Seiten enthalten keine Produktinformationen, die unter das HWG fallen und können folglich mittels SEO-Methoden für ein bessere Positionierung in den Suchmaschinen optimiert werden.

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Marktanteil Deutschland im August 2018 lt. Statista: Desktop 88,65%, Mobile 98,6%

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Alexander Sommer, Beratung Digital bei m:werk, Wiesbaden

Über den Autor:

Alexander Sommer ist Senior Berater Digital bei m:werk GmbH. Mit über 15 Jahre Erfahrung im Online Business kennt er alle Facetten der Digitalen Kommunikation. Bei m:werk setzt er seine Kompetenzen für unsere Healthcare-Kunden ein und trägt zur Digitalisierung unseres Agenturportfolios tatkräftig bei.

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m:werk Healthcare Communication ist als Healthcare- und Pharma-PR-Agentur seit 2000 für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, der Medizintechnik und anderer Healthcare-relevanter Branchen tätig.

Fundament für Beratung und Maßnahmenentwicklung im Rahmen von Kommunikations- und PR-Konzepten ist die datenbasierte Methodik der empirischen Sozial- und Marktforschung. Sie wurde für kommunikative Fragestellungen in der Healthcare-PR, insbesondere des dort verorteten Marketings, adaptiert. Im Kern werden regelmäßig Facharzt- und Patientengruppen repräsentativ und detailliert über ihr aktuelles und vermutet künftiges Informations- und Kommunikationsverhalten befragt. So erhalten wir empirisch-gestützt eine aktuelle, valide, quantitative Daten-Grundlage für den zielgerichteten Budget-Einsatz und für eine präzise crossmediale Gewichtung im jeweiligen Facharzt- oder Patientensegment.

Weiter ergänzen wir diesen Daten-Pool durch qualitative Befragungen (Telefon und online) unter Meinungsbildnern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten der verschiedenen Facharztgruppen bzw. Patienten bestimmter Indikationsbereiche.