Ab ins Home Office – Fluch oder Segen?

By 31. März 2020Agentur, Allgemein

Es kam, wie es kommen musste. Wir sind im Homeoffice. Nicht nur m:werk arbeitet in Zeiten der Covid19-Pandemie von zu Hause aus, auch viele andere Unternehmen, die die Möglichkeiten dazu haben, schickten ihre Mitarbeiter in die eigenen vier Wände, um der Ausbreitung des Virus Einhalt zu gebieten. So sind letztlich die Kollegen und auch das Unternehmen selbst, nicht der unnötigen Gefahr der seit Tagen über uns schwebenden Lungenkrankheit ausgesetzt. Doch Home Office ist in Deutschland alles andere als Standard. Manch einer ist es gar nicht gewöhnt unter seinem Dach der Arbeit nachzugehen.

Bitte, bleiben Sie zu Hause!

Am 22.03. haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass Menschengruppen von mehr als 2 Personen, die nicht zur selben Familie oder Wohngemeinschaft gehören, in der Öffentlichkeit verboten sind.* Spätestens jetzt ist jedem klar: Corona hat unser Land gepackt. Viele Unternehmen haben bereits vor der Ansprache der Bundeskanzlerin am Sonntagabend ihre Mitarbeiter nach Hause geschickt. Ich finde es schwer zu greifen, aber wie viele Millionen Büro-Sitzer schieben nun ihre Schicht am heimischen Schreibtisch (falls es den überhaupt gibt)?

Aber mir fällt die Decke auf den Kopf!

Mein Schreibtisch ist kein Arbeitsplatz. Ich erledige hier persönliche Dinge, aber ich habe ihn, so gut es geht, von der Arbeit ferngehalten. Ich nehme generell nicht gern Arbeit mit nach Hause. Ich gehe freudig ins Büro. Arbeit ist Arbeit und zu Hause ist zu Hause. Punkt. Der eine mag vielleicht sein eigenes Arbeitszimmer haben, in dem er in „Workmode“ schalten kann, aber das existiert bei mir allein aus Platzmangel schon nicht. Mal abgesehen davon: Wie sieht eigentlich der Boden schon wieder aus? Wenn ich schon dabei bin, kann ich auch gerade eine Waschmaschine einschalten, oh, es hat geklingelt… „Nein, Opa, ich kann jetzt nicht rüberkommen und mit euch essen, wir müssen Abstand halten.“ Uff, ich muss ja noch was zum Mittag kochen…

Keine cholerischen Kollegen

Es gibt aber auch diejenigen, die im Home Office aufgehen. Sowohl von Kollegen als auch Freunden höre ich vermehrt, die Situation entschleunigt. Ja, das tut sie. Nicht immer einen Termin oder eine Verabredung zu haben tut gut. Dass der Kollege am Platz gegenüber gerade nicht das vierte Mal aufsteht, um zum Drucker zu rennen und man endlich in aller Ruhe seinen Text fertig schreiben kann, sei ein Segen. Ich kann das nachvollziehen, aber noch nicht verstehen. Was für den einen der Drucker-Kollege ist, ist für mich die Waschmaschine, die jetzt fertig ist und ausgeräumt werden will. Auch vermisse ich meine Kollegen. Mit meinem Trockner kann ich leider kein Pläuschchen führen, wie sein Tag so war.

Das Beste daraus machen

Ich bin vielleicht kein Freund des Home Office, aber viele andere sind es. Und mal ehrlich, was soll ich denn machen? Ich muss mich eben arrangieren, so wie jeder andere auch. Es gibt Mittel und Wege und das Ganze läuft gerade mal seit einer Woche. Vielleicht werde ich ja noch meinen Gefallen daran finden? Und gerade jetzt, wenn ich diesen Text so schreibe, wird mir auch eines klar: Ich bin sehr froh, dass ich überhaupt die Möglichkeiten habe. Wie viele Arbeitgeber mussten ihre Läden oder Werke schließen und deren Mitarbeiter ohne Arbeit und ohne Idee, wie es weitergehen soll nach Hause schicken? Würde ich jetzt lieber im Supermarkt hinter der Kasse sitzen, oder in der Apotheke den nächsten hustenden Patienten beraten? Eher nicht. An all diejenigen, für die diese Szenarien gerade Alltag sind: Halten Sie durch! Ich meckere ja schon nicht mehr und bleibe im Home Office.

* Ausnahmen sind Bayern, das Saarland sowie Sachsen: Hier ist das Verlassen der häuslichen Unterkunft ausschließlich allein oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands und nur mit „triftigem Grund“ erlaubt.

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Über den Autor:

Eric Schaeffter ist als Consultant für m:werk tätig. Das Interesse zum medizinischen Bereich zeichnete sich bereits früh ab. Nun fand er – nach seinem Studium der Angewandten Medien an der Hochschule Mittweida – bei m:werk einen Platz in der Agenturlandschaft.

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