Content is King but Dialogue is the Queen

Von 14. Oktober 2020Allgemein, Consulting

„Content is King!“, dieser Slogan hallt schon seit vielen Jahren durch die Werbebranche. Informative, gar beratende Inhalte sind gefragt und genießen eine sehr viel höhere Akzeptanz bei ihren Rezipienten als reine Werbebanner. Doch in Zeiten des Web 2.0 ist es eigentlich fahrlässig „Content is King!“, ohne den Zusatz: „…but Dialogue is the Queen“, auszusprechen.

Die perfekt auf die Zielperson ausgelegte Botschaft zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, im perfekten Moment an die besagte Person zu bringen, das ist die Kunst des Context Marketing. Im Prinzip ist es Content Marketing weitergedacht. Doch stehen Content und Context Marketing in Konkurrenz zueinander? Keineswegs. Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie haben Schmerzen und besuchen deswegen die Apotheke Ihres Vertrauens. Sie schildern dem Apotheker Ihre Symptome, informieren sich über die Auswahl an Schmerzmedikamenten und klären Neben- und mögliche Wechselwirkungen ab. Allerdings ist Ihnen die Sache noch nicht ganz geheuer. Vielleicht bessern sich die Symptome ja und außerdem läuft es Ihnen bei manch möglichen Nebenwirkungen kalt den Rücken herunter und so verabschieden Sie sich und wollen Ihre Entscheidung erst nochmal überdenken. Doch die Zeit zeigt, dass Sie das Präparat vielleicht doch hätten kaufen sollen und so kehren Sie in die Apotheke zurück, doch heute steht ein anderer Apotheker hinter dem Tresen, der Sie nicht kennt. Sie müssen das Gespräch nochmal von vorne beginnen und die Möglichkeit noch einmal besprechen. Dieses Beispiel beschreibt das Prinzip des Content Marketings aus Sicht des Kunden.

Ihnen wird im zweiten Gespräch zwar auch geholfen und Sie bekommen die für Sie wichtigen Informationen, aber Sie stehen mittlerweile an einem ganz anderen Punkt Ihrer Entscheidungsfindung, Ihrer „Journey“. Natürlich ist all das fiktiv, aber wäre derselbe Apotheker vor Ort gewesen, hätte er Sie wiedererkannt, Ihnen die vorher besprochenen Medikamente gleich bringen können. Wenn Sie sich schon länger kannten, hätte er auch vielleicht schon bei Ihrem ersten Besuch gleich das passende zur Hand gehabt oder Ihre Symptome besser deuten können. Context Marketing.

Während Content Marketing lediglich die Aufmerksamkeit generiert, könnte ein ausgeklügeltes Context Marketing schon viel weiter gehen und einen potenziellen Interessenten auf seinem Weg bis zum Käufer begleiten. Ein digitaler Berater? Möglich, aber auch sehr aufwändig und bis – in diesem Fall – der Apotheker durch eine autonome digitale Werbemaschine ersetzt werden kann, muss wohl noch einiges an Zeit ins Land gehen. Es ist also eine Frage der Ressourcen und des Ziels. Genügt es, nur Awareness zu schaffen? Dann ist Content Marketing völlig ausreichend. Geht es darum, dem Kunden das passendste Angebot zu unterbreiten, was jedoch mit aufwendigeren Mitteln verbunden wäre, dann ist das Context Marketing eine ernsthafte Überlegung wert.

Wie man es auch dreht und wendet, der Dialog oder die Interaktion mit dem Kunden ist das A und O. Wenn ich weiß, was meine Zielgruppe umtreibt, wie ich sie abholen und begleiten muss, reiche ich ihr die Hand und die Chancen stehen gut, dass sie sie auch annimmt. In der heutigen Zeit spielen datenbasierte Ansätze bei diesem Prozess eine immer wichtigere Rolle, um die Motive, Hintergründe und Vorstellungen der Zielgruppe zu verstehen und eine optimale Verbindung zwischen Kunden und Unternehmen aufzubauen.

Das Context Marketing ist auf einem guten Weg, aber es gibt noch Optimierungsbedarf und solange können Content und Context wie King und Queen nebeneinander existieren.

Wenn Sie mehr über den richtigen Content erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

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Über den Autor:

Eric Schaeffter ist als Consultant für m:werk tätig. Das Interesse zum medizinischen Bereich zeichnete sich bereits früh ab. Nun fand er – nach seinem Studium der Angewandten Medien an der Hochschule Mittweida – bei m:werk einen Platz in der Agenturlandschaft.

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Weiter ergänzen wir diesen Daten-Pool durch qualitative Befragungen (Telefon und online) unter Meinungsbildnern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten der verschiedenen Facharztgruppen bzw. Patienten bestimmter Indikationsbereiche.